Am 1. März 2025 findet erneut der deutschlandweite „Tag der Hand“ statt, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH). Dieser Aktionstag wurde ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Hände im Alltag zu stärken, über Erkrankungen und Verletzungen zu informieren und moderne Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
In diesem Jahr stehen Ganglionzysten, auch als Überbeine bekannt, im Mittelpunkt. Sie treten vor allem an den Handgelenken auf, sowohl auf der Beuge- als auch auf der Streckseite. Zudem können sie an den Fingerendgelenken oder an der Innenseite der Fingergrundgelenke entstehen. „Obwohl sie meist harmlos sind, können sie Schmerzen verursachen, die Beweglichkeit einschränken oder aus ästhetischen Gründen als störend empfunden werden“, so Dr. Andrea Tandara, Leiterin der Sektion Handchirurgie im ALB FILS KLINIKUM und zertifizierte Handexpertin. Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt, doch wiederholte Belastungen, kleine Verletzungen oder eine Bänderschwäche im Handgelenk gelten als mögliche Auslöser. Besonders häufig treten Ganglionzysten bei jungen Erwachsenen auf, wobei Frauen öfter betroffen sind als Männer. Im höheren Alter kann zudem Arthrose die Entstehung begünstigen.
Ob und wie eine Ganglionzyste behandelt wird, hängt maßgeblich von der Größe der Zyste und den auftretenden Symptomen ab. „Oft verschwinden die Ganglionzysten von selbst, weshalb in vielen Fällen ein abwartendes Vorgehen empfohlen wird. Sollte die Zyste jedoch Schmerzen verursachen oder die Beweglichkeit erheblich einschränken, kann eine Behandlung sinnvoll sein“, sagt Dr. Andrea Tandara. Dabei besteht die Möglichkeit, die Flüssigkeit der Zyste mittels einer Spritze abzusaugen, jedoch besteht eine hohe Rückfallrate von 50-80 Prozent.
Eine chirurgische Entfernung der Zyste ist die effektivste Methode. Dabei wird die Zyste in einem kurzen Eingriff entfernt. In manchen Fällen kann dies auch minimalinvasiv, also schonender, mit einer arthroskopischen Operation erfolgen. Diese Methode hat eine niedrige Rückfallrate von nur 5-10 Prozent, was sie zu einer vielversprechenden Lösung für Patienten macht, die unter der Zyste leiden.
„Jährlich führen wir im ALB FILS KLINIKUM mehr als 600 Eingriffe im Bereich der Handchirurgie durch, davon sind 20 bis 40 zur Behandlung von Ganglionzysten“, sagt Professor Dr. René Schmidt, Chefarzt des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums des ALB FILS KLINIKUMS, kurz OUZ, zu dem die Sektion Handchirurgie gehört. „Dank der Expertise und modernen Behandlungsmethoden im ALB FILS KLINIKUM können Patienten auf eine schnelle Genesung und eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität hoffen“, so der Chefarzt.
Über die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH):
Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie ist ein Fachverband, der sich der Förderung der Handchirurgie und der Aufklärung über Handgesundheit widmet. Mit jährlichen Aktionen und Veranstaltungen, wie dem „Tag der Hand“, setzt sich die DGH für eine breite Bewusstseinsbildung und die Verbesserung der Patientenversorgung ein.